Mit dem „Food and Feed Safety“-Omnibus plant die EU-Kommission tiefgreifende Änderungen im europäischen Lebensmittel- und Pestizidrecht. Unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus werden zentrale Schutzmechanismen geschwächt, die bislang den Schutz von Umwelt und Gesundheit sichern. Das Umweltinstitut kritisiert das Paket als Weihnachtsgeschenk für die Pestizidindustrie.
Besonders gravierend ist die geplante Änderung der Pflanzenschutzmittel-Verordnung (EG) Nr. 1107/2009, die das bestehende System zeitlich befristeter Wirkstoffgenehmigungen auf den Kopf stellt: Bisher darf die EU Pestizidwirkstoffe nur für einen begrenzten Zeitraum genehmigen, danach müssen sie verpflichtend erneut wissenschaftlich überprüft werden. Dieses Verfahren stellt sicher, dass neue Erkenntnisse zu Gesundheitsgefahren, Umweltrisiken oder Langzeitwirkungen in die Bewertung einfließen.



