Tierschutzbund warnt vor Aktionismus bei Geflügelpest und kritisiert die Agrarindustrie

In der Geflügelhochburg Niedersachsen wurde der hoch ansteckende Geflügelpest-Virus H5N8 in einer Putenmastanlage nachgewiesen. In der Folge wurden alle 19.000 Puten getötet. Weitere 12.000 Tiere eines Betriebes, der mit dem betroffenen Betrieb in Kontakt stand, sowie alle Geflügeltiere in einem Umkreis von einem Kilometer um den Seuchenbetrieb – laut Medienberichten bis zu 100.000 Tiere – sollen ebenfalls gekeult werden. Da Geflügel heutzutage in riesigen Beständen gehalten wird, sind die Auswirkungen von Tierseuchenausbrüchen immer dramatischer. Besonders in Regionen mit sehr hoher Tier- und Betriebsdichte, wie in Cloppenburg und anderen Landkreisen Niedersachsens, ist das Risiko der Virusverbreitung erhöht. Der Deutsche Tierschutzbund lehnt jedoch die vorsorgliche Tötung gesunder Tiere vehement ab. Statt solcher Panikaktionen müssen die Landwirte zu noch strikterer Einhaltung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen angehalten werden. Die Tötung darf nur als letzte Maßnahme im Falle des Nachweises der Infektion erfolgen.

weiterlesen … / Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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