Gegenoffensive der StierkampfbetreiberInnen gestartet

© Verein gegen Tierfabriken (VGT)

Subventionsstreichung einzige Chance zur Abschaffung der Corrida
Auf der einen Seite formulieren die EU-Abgeordneten einen Verfassungsentwurf zur Festlegung europäischer Werte, in dem dezidiert auf das „Wohlergehen der Tiere als fühlende Wesen“ hingewiesen wird und auf der anderen Seite finanziert die EU Beihilfen zur Züchtung von Kampfstieren. Immerhin werden jährlich 40.000 steuerfinanzierte Tiere zur Unterhaltung getötet.

Um diesen Missstand ein für allemal abzustellen haben sich 4 EU-Abgeordnete gefunden, die eine schriftliche Erklärung zur Abschaffung der EU Subventionen für die sogenannten Kampfstiere fordern.

Bis zu diesem Zeitpunkt hat sich die Stierkampflobby recht sicher gefühlt, da der Amsterdamer Vertrag nur mit Zustimmung aller EU-Regierungen geändert werden kann. Der Amsterdamer Vertrag verpflichtet zwar die Gemeinschaft dazu dem Wohlergehen der Tiere in vollem Umfang Rechnung zu tragen, nimmt aber gleichzeitig kulturelle Traditionen von dieser Vorschrift aus. Allgemein wird das so gesehen, dass die EU nichts gegen den Stierkampf als „kulturelle Tradition“ unternehmen kann.

Anders sieht das aber bei der Streichung der Subventionen aus, die für im Stierkampf eingesetzte Stiere ausgezahlt werden. Diese könnten gestrichten werden und hier hat das EU-Parlament auch ein Mitspracherecht. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Corrida ohne diese von der EU gewährten Subventionen in den meisten Arenen mangels ZuschauerInnen nicht mehr kostendeckend durchgeführt werden könnte.

Die Stierkampflobby hat nun eine Gegen-Petition an die französischen EU-Abgeordneten übergeben und versucht so ihr blutiges Handwerk zu retten.

Bitte lesen Sie hier mehr über die Schriftliche Erklärung und helfen Sie mit, auch jene österreichischen Abgeordneten, die sich bisher noch nicht für Beendigung des Stierkampfes ausgesprochen haben, dazu zu bringen.

[AT] 12. Februar 2007 – Verein gegen Tierfabriken (VGT)
www.vgt.at

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