Aufklärungskampagne in China soll Nachfrage nach Elfenbein verringern

Eine Aufklärungskampagne gegen den Elfenbeinhandel in China hat Wirkung gezeigt – das belegt eine aktuelle Marktforschungsstudie des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds). 68 Prozent der Befragten gaben an, in Zukunft definitiv kein Elfenbein kaufen zu wollen.

Eine frühere Umfrage des IFAW hatte überraschen- derweise ergeben, dass 70 Prozent der Chinesen sich nicht im Klaren darüber waren, dass Elfenbein von toten Elefanten stammt. Ein Grund dafür könnte sein, dass Elefantenelfenbein „Xiang Ya“ auf Chinesisch heißt, übersetzt: Elefantenzahn. Diese Bezeichnung suggeriert offenbar, dass ein Stoßzahn, wie ein menschlicher Zahn, natürlicherweise ausfallen könne.

„Diese erstaunliche Erkenntnis veranlasste uns vor drei Jahren zu der Anzeigen-Kampagne ,Mom I’ve got teeth‘“, so Grace Gabriel, Leiterin des Asien-Büros des IFAW. „Die Anzeigen erklären, dass Elfenbein von toten Elefanten stammt und fordern Konsumenten auf, kein Elefantenelfenbein zu kaufen.“

Die aktuelle Online-Befragung fand heraus, dass 75 Prozent der städtischen chinesischen Bevölkerung die Anzeigen auf Plakaten, in Zeitschriften oder auf Social-Media-Portalen gesehen hatten. Die Kampagne verringerte die Zahl der potentiellen Elfenbein-Käufer von 54 auf 26 Prozent. Von 44 Prozent, die Elfenbein innerhalb der letzten 12 Monate erworben hatten, wollten es zukünftig nur noch 7 Prozent tun, nachdem sie die Werbung gesehen hatten.

„Wir freuen uns sehr, dass diese Kampagne bei den Chinesen angekommen ist und das beabsichtigte Ziel erreicht hat“, so Gabriel weiter. „Sobald die Leute wissen, dass Elefanten grausam für Elfenbein abgeschlachtet werden, lehnen sie Elfenbein ab und informieren auch Freunde und Bekannte darüber. Sie fühlen sich schuldig, sobald sie die Wahrheit hinter dem Elfenbeinhandel erkennen.“

Die Untersuchung wurde von Rapid Asia als Online-Befragung durchgeführt mit 1067 Befragten in verschiedenen Städten Chinas.
Die Studie (engl.) finden Sie hier: www.ifaw.org/ivoryreport

[DE] 25. Juli 2013 – IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds gGmbH)
www.ifaw.org

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