Tirana, Wien, Radolfzell. Rund zwei Jahre nach ihrer historischen Ausweisung als Europas erster Wildfluss-Nationalpark im März 2023 steht die Vjosa weiterhin unter großem Druck: Bergbau- und Förderindustrie, der Ausbau der Infrastruktur sowie Missmanagement gefährden die ökologische Integrität des Nationalparks – und seinen globalen Naturschutzwert. Wenn die albanische Regierung diese Belastungen weiterhin ignoriert, besteht die Gefahr, dass der Vjosa-Wildfluss-Nationalpark ein reiner „Papierpark“ ist, der zwar rechtlich besteht, aber in der Realität keinen Schutz bietet.
Ein neuer Bericht – “Mapping Pressures in the Vjosa Wild River National Park” – dokumentiert die genannten Bedrohungen im Detail. Die Analyse, die der Nationalen Agentur für Schutzgebiete in Albanien im März 2025 vorgelegt wurde, unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf der Regierung. Hier finden Sie die wichtigsten Bedrohungen in einem Factsheet zusammengefasst (auf Englisch).