
Berlin. In einem breiten Bündnis von 40 europäischen Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen fordern Germanwatch, die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und PowerShift in einem offenen Brief die schnelle Umsetzung der geplanten EU-Batterieverordnung. Hintergrund ist der Versuch des Europäischen Rats, das Inkrafttreten von Vorgaben für eine nachhaltigere Herstellung und Gestaltung von Batterien um mehrere Jahre zu verzögern. Aus Sicht von DUH, Germanwatch und PowerShift muss die Verordnung wie geplant in Kraft treten und in entscheidenden Punkten nachgebessert werden. So rufen die drei Verbände die neue Bundesumweltministerin Steffi Lemke dazu auf, sich in den Verhandlungen zur EU-Batterieverordnung für mehr Kreislaufführung, einfach austauschbare Batterien sowie einen verantwortlichen Rohstoffabbau einzusetzen.
„Wiederverwendung und Recycling von Batterien sind das beste Mittel, um den umweltschädlichen Abbau von Batterierohstoffen zu vermeiden. Genau dies wird jedoch erschwert, wenn die Batterien in Elektrogeräten, E-Scootern und E-Bikes fest verbaut sind. So verteuern die Hersteller die Reparatur und befördern den Neukauf: Einwandfreie Geräte werden zu Elektroschrott, obwohl nur der Akku ausgetauscht werden müsste. Umweltministerin Steffi Lemke muss dem Umweltausschuss des EU-Parlaments bei den Verhandlungen zur EU-Batterieverordnung zur Seite stehen und sicherstellen, dass Batterien in Elektrogeräten und leichten Transportmitteln auch für die Nutzer einfach austauschbar sind“, fordert Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH.

