Nacktschnecken

Population verringern:
– Einsammeln am Abend oder am frühen Morgen
– Gießen am Morgen verringert den Schaden durch Nacktschnecken. Der Boden trocknet am Tag und bietet zum Abend immer weniger Feuchtigkeit.
– Bedrohte Pflanzen freihalten von Bodenbedeckungen wie Blättern, Steinen und Mulch
– Feuchte Zeitungen, Pappe, alte Hölzer oder Steine sind Anziehungspunkte für Nacktschnecken. Sind sie dort versammelt, kann man sie leicht einsammeln.
– Barrieren aus Sägemehl, Salz, Sand, Holzasche, Algenkalk etc. bilden einen Schutzwall um besonders bedrohte Pflanzen. Achtung! Zuviel Salz kann dem Boden und den Pflanzen zusetzen.
– Bierfallen aufstellen. Die Nacktschnecken müssen darin ertrinken. Die Fallen alle 2-3 Tag erneuern
– Schneckenzäune mit Kupfer- oder Zinkumrandung aufstellen

Nacktschnecken im Eimer gesammelt / Foto: GreenConnect Nacktschnecken im Eimer gesammelt / Foto: GreenConnect

Natürliche Feinde der Nacktschnecke:
– Laufenten, Enten
– Igel
– Schlangen
– Kröten
– Schildkröten
– Gänse
– Hühner
– Vögel (Drossel, Star)
– Käfer
– Mäuse

 Haben die Delinquenten das verdient?
– mit dem Spaten zerkleinern und den Artgenossen zu Fraß lassen
– mit heißem Wasser übergießen
– in Seifenlauge ertränken
– weit entfernt aussetzen

 

Das Leben einer Nacktschnecke:
Nacktschnecken sind nicht nur zweigeschlechtlich, sodass sich einige von ihnen selber befruchten können, sie sind ebenso Kannibalen und haben ihre eigenen Kumpels zu Fressen gern.

Nacktschnecken sind nachtaktiv, lieben feuchtes Wetter, wie auch feuchte Verstecke und feuchten Boden für ihre Eiablage im Frühling und im Herbst. Mehrere Dutzend Eier legen sie in bis zu 10 cm tiefes Erdreich. Kalte Winter können die Population wesentlich dezimieren, wogegen auf milde Winter meist eine Nacktschneckenplage folgt.

Auch wenn sie nur über ein paar unterentwickelte Augen verfügen, ihren beiden sehr sensiblen Tentakeln am Kopfende entgeht keine Pflanze, Blume, Frucht, Gemüse oder Saat. Sind sie erst einmal auf Beutezug, fällt ihren raspelartigen Beißwerkzeug alles zum Opfer, was viel Pflege und Arbeit gekosten hat.

Schneckenkorn und andere als Flüssigkeit oder in Tablettenform angebotenen Chemikalien sollten nicht in der Nähe von zum Verzehr gedachten Pflanzen ausgebracht werden. Denn die Köder können sich auflösen und ihr Gift sickert in das Erdreich. Auch Kinder, Haus- und Wildtiere können mit diesen Giften in Berührung kommen, oder diese unwissentlich zu sich nehmen!

Bedienen Sie sich der natürlichen Feinde der Nacktschnecken. Ein naturnaher Garten sollte auch immer Platz für eine möglichst große Vielfalt an Bewohnern bieten. Denn nicht nur Laufenten vertilgen Nacktschnecken, sondern auch für Mäuse und Käfer sind z.B. die Eier der Nacktschnecke ein gefundenes Fressen

Links:
Wikipedia: Nacktschnecke
Haus der Natur Cismar Gefräßige Nacktschnecken?
Laufenten ausführliche Informationen
Weichtiere.at  Schnecken – der Gartenschreck